Ich heiße Stephanie, bin Mama von zwei Kindern und lebe in der Nähe von München.
Vor etwa sechs Jahren hörte ich zum ersten Mal den Begriff Hochsensibilität.
Als ich mir die Beschreibung dazu anhörte, liefen mir die Tränen über das Gesicht. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass es noch jemanden auf dieser Welt gibt, dem es ähnlich geht wie mir.
So oft fühlte ich mich missverstanden – zu sensibel, zu empfindlich, zu anders.
Ich wollte mehr über dieses Thema erfahren, auch weil meine beiden Kinder ebenfalls hochsensibel sind. Deshalb entschied ich mich, zwei Ausbildungen in diesem Bereich zu machen. Einerseits, um mich selbst besser zu verstehen, und andererseits, um meine Kinder dabei begleiten zu können, anders aufzuwachsen, als ich es damals erlebt habe.
Ab diesem Zeitpunkt begann ich, vieles zu hinterfragen – vor allem mich selbst.
Lebe ich wirklich so, wie ich es möchte?
Bin ich wirklich „echt“ oder verstecke ich mich hinter einer Maske, nur um anderen zu gefallen?
Welche Glaubenssätze prägen mich bis heute?
Und in welchen emotionalen Abhängigkeiten stecke ich vielleicht noch immer fest?
Auf dieser Reise zu mir selbst wurde mir bewusst, wie sehr ich mein Leben nach den Erwartungen anderer ausgerichtet hatte. Mein Bedürfnis nach Harmonie und mein Perfektionismus waren so stark geworden, dass sie mich krank machten.
Irgendwann kam der Punkt, an dem ich wusste: So kann es nicht weitergehen.
Entweder entscheide ich mich für mich selbst – oder für die Rolle einer Person, die jeden Tag darum kämpft, gesehen und gemocht zu werden.
Dabei geht es nicht darum, egoistisch zu werden.
Es geht darum, ECHT zu sein. Uns so zu zeigen, wie wir wirklich sind. Uns selbst mit allen Seiten anzunehmen, die zu uns gehören. Uns selbst zu vertrauen, unsere eigene Wahrheit zu leben und in unsere eigene Stärke zu finden.
Wenn wir lernen, uns selbst die Sicherheit zu geben, dass wir gut sind, so wie wir sind, entsteht etwas ganz Besonderes:
innere Freiheit.
Freiheit von alten Belastungen.
Freiheit von emotionalen Abhängigkeiten, die uns Energie rauben.
Und dem inneren Frieden, mit dem, was ist.
Denn wenn wir unser eigenes Potenzial nicht leben, leben wir begrenzt.
Auch wenn dieser Weg oft schmerzhaft ist – er lohnt sich.
Denn wer beginnt, ehrlich bei sich selbst hinzusehen, hat die Möglichkeit, sich selbst und andere bedingungslos zu lieben.
Auf eine Weise, die viele zuvor noch nie erlebt haben.
Wenn ich mich heute umschaue, sehe ich so viele Menschen, die unglücklich sind und versuchen, ihren Alltag einfach nur zu „überleben“.
Menschen, die ihre Umstände aushalten, anstatt wirklich zu leben.
Aber Hand aufs Herz:
Sind wir wirklich hier, um unser Leben nur auszuhalten?
Oder sind wir hier, um ein erfülltes, glückliches und authentisches Leben zu führen?
Die Entscheidung darüber liegt bei dir.